

Doch zurück zu meinen Wurzeln: In Hamburg ging ich zur Schule, Bundeswehr und Universität. Ein Semester verbrachte ich allerdings in Kapstadt (RSA). Nach Studium und Promotion begann ich 1984 als wissenschaftlicher Assistent in der Radiologie der Frauenklinik, Universitätskrankenhaus Eppendorf, Hamburg. Mit einem Stipendium der Dr.-Mildred-Scheel-Stiftung durfte ich fast zwei Jahre lang im Gray-Lab. Northwood, England die strahlenbiologischen Grundlagen für meine Tätigkeit als Strahlentherapeut erforschen. Danach war ich im UKE (Frauenklinik, Radiologie und Strahlentherapie und Institut für Biophysik) tätig, bis ich nach meiner Facharztreife 1994 in die Universität Düsseldorf gewechselt habe. Dort habe ich mich im Jahre 1997 habilitiert. Zeitgleich habe ich die Ausbildung zum Tauch- und Überdruckmediziner als Reserveoffizier bei der Bundeswehr abgeschlossen. Dieses Fachgebiet passt sehr gut zur Strahlentherapie, weil darin ein Werkzeug zur Behandlung von Nebenwirkungen der Strahlentherapie erschlossen wird. Diese Kombination gibt es sehr selten in Deutschland. So freue ich mich besonders, daß wir im Zentrum für Strahlentherapie und Radioonkologie Bremen direkten Zugriff auf eine Überdruckbehandlungseinheit haben.
Von Januar 2000 bis September 2007 war ich Chefarzt der Klinik für Strahlentherapie, Radioonkologie und Nuklearmedizin in Rotenburg/Wümme. Nach fast acht Jahren habe ich mich entschieden, meinen Tätigkeitsschwerpunkt nach Bremen zu verlegen, weil ich dort unabhängig Entscheidungen zugunsten der Patienten treffen kann. Im Laufe meiner Ausbildung habe ich erfahren, wie wichtig es ist, die Intimität des Individuums zu schützen. Alle Patienten haben ihre eigene Historie aus der sich das Umgehen mit der Krebserkrankung ergibt. Entsprechend müssen Therapiekonzepte auf den einzelnen Patienten zugeschnitten werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir dies am besten in einer freien und ungezwungenen Atmosphäre erreichen können.
Ich möchte bei dieser Gelegenheit nicht vergessen, darauf hinzuweisen, dass ich einen Lehrauftrag der TU-Hamburg-Harburg für Medizintechnik habe. Von 2002 bis 2008 habe ich das Tumorzentrum Nordost Niedersachsen e.V. (TZ-NON) geleitet. Ich bin jetzt weiterhin im Vorstand des TZ-NON und des Fördervereins des Tumorzentrums. Hinzukommen Mitgliedschaften in der Bremischen Krebsgesellschaft, der Deutschen Röntgengesellschaft, sowie der Deutschen und Europäischen Gesellschaft für Radioonkologie.
Doch wenn ich all das einmal ganzheitlich betrachte, so zeigt sich eigentlich, dass ich immer danach trachte, die Bedingungen für die Menschen zu verbessern, die sich mir anvertrauen. Eben „Gemeinsam für das Leben“.