Rauchen

Liebe Patientin, lieber Patient,

Bei Ihnen ist eine Krebserkrankung diagnostiziert worden und die Behandlung beginnt. Die Gefahren und die Folgen des Rauchens sind Ihnen ohnehin bekannt. Zusätzlich sollten Sie wissen, dass sich die Wirkstoffe des Tabaks negativ auf die Verträglichkeit der Therapien und Behandlungsergebnisse auswirken können.

Rauchen senkt nachweislich den Sauerstoffgehalt im Blut und erzeugt eine Sauerstoffarmut im ganzen Körper. Bei operativen Therapien steigt so das Risiko der Wundheilungsstörung mit der Folge, dass sich notwendige Folgetherapien verzögern können. Durch eine Chemotherapie können die Abwehrkräfte Ihres Körpers geschwächt werden. Rauchen kann dies negativ verstärken, so dass auch hier Verzögerungen drohen. Auf keinen Fall sollten Sie während der Strahlentherapie rauchen. Die Wirkung der Strahlentherapie entfaltet sich am besten, wenn der Sauerstoffgehalt ausreichend ist. Es gibt viele Hinweise dafür, dass Patienten, die schlecht mit Sauerstoff versorgt sind, schlechtere Heilungschancen haben. Hinzu kommt die direkte Reizwirkung des Rauchens. Gerade im Kopf-, Hals- und Brustkorbbereich verstärken sich die Nebenwirkungen durch Rauchen.

Unterstützen Sie Ihren Körper bei der Bewältigung der Erkrankung, indem Sie das Rauchen zumindest während der Therapie einstellen. Logischerweise macht es dann auch wenig Sinn, nach Abschluss der Behandlung wieder zu beginnen.(Ich habe mir zur Aufgabe gemacht, jedem zu helfen, der aufhören will. Aber Sie müssen es wirklich wollen. Vielleicht stellen Sie nach dem Aufhören einfach fest, dass es Ihnen viel besser geht und Sie viel mehr leisten können.

Sprechen Sie mich an,

Ihr Professor Dr. med. Ulrich M. Carl

Zentrum für Strahlentherapie und Radioonkologie · Prof. Dr. med. Ulrich M. Carl ·Gröpelinger Heerstraße 406 - 408 · 28239 Bremen
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