"normale Bestrahlung" und IMRT / IGRT

Grundsätzlich werden alle Bestrahlungspläne für die Bestrahlung bösartiger Erkrankungen und eine Vielzahl von Plänen für die Bestrahlung gutartiger Erkrankungen in unserem Hause auf der Grundlage einer Computertomographie erstellt. So kann sicher gestellt werden, dass das zu bestrahlende Gewebe (das Zielvolumen) mit der notwendigen Bestrahlungsdosis korrekt erfasst wird, gleichzeitig aber alle Bereiche, die nicht oder nur wenig Strahlung erhalten dürfen (die Risikoorgane) maximal geschont werden.

In unserem Unternehmen beurteilen immer mehrere Medizinphysikexperten und Fachärzte für Strahlentherapie an verschiedenen Punkten des Planungsprozesses gemeinsam den Bestrahlungsplan eines Patienten. Mit diesem Vorgehen stellen wir sicher, dass jeder Patient optimal und vor allem sicher behandelt wird. Es wird also für jeden Patienten eine absolut individuelle Bestrahlungsplanung vorgenommen, die einzig und allein für ihn passend ist und alle Fragestellungen berücksichtigt.

Aufgesetzt auf diese Art der Bestrahlungsplanung setzen wir in vielen Fällen eine Technik ein, die sich intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT) nennt. Bei dieser Technik wird, vereinfacht gesagt, die Dosisanpassung an das Zielvolumen noch einmal präzisiert. Aus diesem Grund ist diese Technik zwar für viele Situationen angebracht, in einigen Fällen jedoch ausdrücklich nicht.
Eine kurze Darstellung dieser Technik in allgemeinverständlicher Sprache finden Sie hier:

IMRT: Strahlentherapie bei Prostatakrebs (Praxis Vital 03/2015)

Kommt die IMRT zur Anwendung, müssen eine Vielzahl von Details im Planungsprozess bereits von Beginn der Planung an berücksichtigt werden. Darüber hinaus stellt diese Technik dann vor allem auch in der Umsetzung der täglichen Bestrahlung besondere Anforderungen. So müssen z. B. spezielle Lagerungsmittel zum Einsatz kommen, das Personal muss entsprechend geschult sein und die Bestrahlungsgeräte müssen zwingend über entsprechende Möglichkeiten der bildgeführten Strahlentherapie (image guided radiation therapy = IGRT) verfügen, da die IMRT-Technik es noch weniger als eine "normale" Bestrahlungstechnik erlaubt von der exakten Erreichung des Zielvolumens abzuweichen.

In unserem Unternehmen leisten alle Bestrahlungsgeräte IGRT, so dass wir diese Technik den Bestrahlungsplan hochpräzise auf den Patienten zu übertragen, bei jedem Patienten standardisiert einsetzen.

Ab Winter 2014/2015 bieten wir für Sie auch wieder etwa zwei bis drei Mal im Jahr unsere Patientenseminare "Einführung in die Strahlentherapie" an. In diesen Seminaren erläutern wir interessierten Besuchern u. A. die Funktion und den Aufbau der Linearbeschleuniger, die Zusammenhänge in der Bestrahlungsplanung und die grundlegenden Bestrahlungstechniken. Sollten Sie hieran Interessen haben, schauen Sie bitte auf unseren Seiten unter "für Ärzte und Fortbildungsinteressierte" unser Fortbildungsangebot an.

Wir stehen Ihnen sehr gern für weitere Fragen und Informationen zur Verfügung.
Bitte kontaktieren Sie uns.

Zentrum für Strahlentherapie und Radioonkologie · Prof. Dr. med. Ulrich M. Carl ·Gröpelinger Heerstraße 406 - 408 · 28239 Bremen
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