Bestrahlungsplanungs-CT

Computertomographische Planungsaufnahme

Um einen optimalen Bestrahlungsplan zu entwickeln, wird in aller Regel von dem Körperbereich, in dem Sie bestrahlt werden sollen, eine Computertomographie zum Zwecke der Bestrahlungsplanung angefertigt. Für die gesamte Dauer Ihres heutigen Besuches können Sie etwa 30 Minuten planen. Bis auf die Gespräche, die Sie mit dem Arzt unter vier Augen führen, ist fast ständig eine/r unserer Medizinisch-technischen Assistenten/innen (MTRA) anwesend. Die Patienten können sie/ ihn immer über alles befragen, ihr Befinden, Bedenken und Wünsche mitteilen. Der/die MTRA ist innerhalb der Medizin ein fachlich eigenständiger Experte mit einer besonderen medizinisch-technischen Ausbildung und entsprechenden Aufgaben und Kenntnissen. Er/sie ist immer da, um Ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Die Computertomographie ist eine völlig schmerzfreie Untersuchung ohne Kontrastmittel, für die Sie lediglich einige Minuten ruhig liegen müssen. Dieses Computertomogramm dient in erster Linie dazu, für Sie ganz exakt und individuell die wirksamste, aber gleichzeitig auch schonendste Bestrahlung zu errechnen. Auf diesen Körperquerschnittbildern ist nun jede anatomische Einzelheit in ihrer genauen Lage zu erkennen. Auf dieser Grundlage erstellt und errechnet der Arzt zusammen mit dem Medizinphysiker/der Medizinphysikerin und unter Zuhilfenahme eines komplizierten 3D-Computerplanungssystems den für Sie allein passenden, optimalen Bestrahlungsplan.

Diese Ausarbeitung ist aufwendig und wird, wie alles andere, mit größter Sorgfalt betrieben. Sie nimmt daher einige Zeit in Anspruch. Aus diesem Grund können Sie unser Zentrum für Strahlentherapie nach Anfertigung der Computertomographie verlassen und haben so Zeit, erst einmal durchzuatmen. Bei der computertomographischen Planung bekommen Sie von der/dem MTRA kleine Filzstiftmarkierungen an drei verschiedenen Stellen der zu bestrahlenden Körperregion gezeichnet. Diese Markierungen sind sehr wichtig für das richtige Umsetzen des Bestrahlungsplanes auf Ihnen einige Tage später (siehe "Simulation").

Unser/e Medizinphysiker/in kann, ausgehend von diesen Hautmarkierungen, im Bestrahlungsplan einen sogenannten Referenzpunkt festlegen. Dieser Referenzpunkt dient später bei der Übertragung des im Computer erstellten Planes auf Sie als Ausgangspunkt. Im Klartext heißt das: Verschwindet vor der ersten Bestrahlung diese Hautmarkierung, kann auch nicht bestrahlt werden, da es keinen Ausgangspunkt zum Einstellen des Planes gibt. Um mit den Hautmarkierungen noch, kurz und nicht zu heiß, duschen zu können, wird eine hauchdünne Folie darüber geklebt. Diese wird von Ihnen kaum bemerkt und schützt die Markierungen vor dem Abwaschen oder Abreiben. In einigen Fällen ist zusätzlich eine Immobilisation der zu bestrahlenden Körperregion unerlässlich.

Für Patienten mit Tumoren im Kopf- oder Halsbereich fertigen wir daher in einer Vorsimulation Kunststoffmasken aus thermoplastischem, angenehm zu tragenden Material an. Eine gleichbleibende Lage des Kopfes unter der Bestrahlung ist so gewährleistet und den Patienten werden zusätzlich die für die Therapieausführung unerlässlichen Hautmarkierungen erspart. Diese Masken verbleiben natürlich an oder auf Ihnen, sondern werden bis zu Ihrem nächsten Besuch in unserem Zentrum für Strahlentherapie gelagert.

Zentrum für Strahlentherapie und Radioonkologie · Prof. Dr. med. Ulrich M. Carl ·Gröpelinger Heerstraße 406 - 408 · 28239 Bremen
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